Hochwasserschutz in Hombressen! Wie könnte unser Dorf betroffen sein?


Nach den schlimmen Flutereignissen im Südwesten Deutschlands ist die Gefahr durch Hochwasser und mögliche Schutzmaßnahmen nicht nur medial sehr präsent, sondern auch in Ortschaften mit Fließgewässern ein aktuelles Thema. Auch wir vom Ortsbeirat haben uns dieses wichtige Thema auf die Agenda geschrieben. Gemeinsam mit dem Bauamt Hofgeismar und einem Fachingineur eines externen Planungsbüros haben wir deshalb am 29.01.2022 eine Orts-„begehung“ unter der o.g. Themenstellung veranstaltet. Alle wichtigen Infos, die wir dort erhalten haben, könnt Ihr in diesem Bericht nachlesen.

Grundlage: Überflutungssimulation im Auftrag der Stadt Hofgeismar für das Ortsgebiet Hombressen

Bereits in den 1990er Jahren startete das Hochwasserkonzept an der Lempe. Zusätzlich hat die Stadt Hofgeismar eine Hochwasserschutz-Studie an der Soode und eine Überflutungssimulation für alle weiteren Hombresser-Fließgewässer bei dem Planungsbüro WAGU in Auftrag gegeben. Darüber hinaus soll das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Fließfahrkarten für Hombressen erstellen.

Herr Sobirey vom Planungsbüro WAGU stellte uns gemeinsam mit Herrn Hartmann vom städtischen Bauamt die Ergebnisse einer Simulation der Überschwemmung für die Gewässer Lempe, Soode, Reinbecke und Giesbach im DGH vor. 
Die vorgestellten Daten beruhten auf einem Worst Case Szenario, bei dem bei allen vier Fließgewässern in Hombressen zur gleichen Zeit ein Hochwasserereignis simuliert wurde, welches statistisch gesehen alle 100 Jahre auftritt.
So sei zum Beispiel bei Regen aus dem Gießbach ein zu geringer Abfluss in die Lempe möglich, sodass auch in der Aue viele Häuser vom Hochwasser betroffen wären. In der Dorfmitte könnte eine Wassertiefe von bis zu 60 cm erreicht werden. Der Bereich „Kreuzung Soode Richtung Soodehöfe“ könnte ebenfalls stark überschwemmt werden.

Als mögliche Hochwasserschutzmaßnahmen nannte Herr Sobirey u.a. Gebäudeschutz in Form von z.B. Stemmtoren, wasserfesten Fenstern, Ufermauern sowie Renaturierungsmaßnahmen oder die Veränderung der Wasserführung.


Wir planen eine Info-Veranstaltung für alle HombresserInnen

Ausgehend von den aufschlussreichen Simulationsdaten planen wir eine öffentliche Bürgerversammlung im DGH, in der das Planungsbüro und auch die Stadt Hofgeismar allen Interessierten die Daten näher erläutern. Mit dem erstellten Bildmaterial vom Planungsbüro WAGU kann so jeder abschätzen, wie stark man von einem Hochwasserereignis betroffen sein könnte.

Nähere Infos dazu folgen.


Unsere anschließende „Orts“-begehung

Im Anschluss an die Präsentation dieser aufschlussreichen Daten fand eine Ortsbegehung statt, um sich vor Ort ein Bild über mögliche Überschwemmungen machen zu können. Dabei wurde gemeinsam mit Herrn Hartmann eine „to do-Liste“ angebahnt, in der es vor allem um das Freischneiden der oben genannten Gewässer sowie das Beseitigen von Totholz ging. Zusätzlich haben wir uns vor Ort ein Bild zur Renaturierungsmaßnahme am Mühlstädter-Teich gemacht, welche mittelbar auch dem Hochwasserschutz im Lempetal dient. Nähere Infos zum Projekt bekommt ihr auf der Seite der Stadt Hofgeismar (Link zum Beitrag der Stadt) oder bei der HNA (Link zum HNA-Artikel).


An dieser Stelle danken wir Herrn Hartmann vom Bauamt und Herrn Sobirey vom Planungsbüro WAGU für diese informative Veranstaltung. Besonderer Dank geht auch an unseren „Chauffeur“, Herrn Tölle.


Euer Ortsbeirat Hombressen!

Bei Fragen und Anregungen kontaktiert uns gerne!

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